Studie „Sharing the vision“ verhilft ignatianischen Schulen zu noch mehr Qualität

Hohe Zustimmung zum Anspruch „exzellente Bildung“

Sehr früh hat der Jesuitenorden Bildung als ein Kerngebiet seiner Aufgaben entdeckt. Jesuitische Schulen wollen Schulen sein, die für exzellente Bildung stehen, die junge Menschen zur Entfaltung der ganzen Person, zu kritischem Denken, verantwortlichem Handeln und zum Einsatz für Glauben und Gerechtigkeit befähigen. – Soweit der eigene Anspruch. Aber ist auch drin, was draufsteht?

Diese grundsätzliche Frage hat dazu geführt, dass in einer breit angelegten Studie an neun ignatianisch geprägten Schulen in Deutschland und Österreich die Schulqualität überprüft wird. „Sharing the vision“ ist der Titel dieses groß angelegten Projekts, das das Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP) mit initiierte, und für das das renommierte Sinus-Institut beauftragt wurde.

Es startete mit einer qualitativen Studie unter Eltern, Schülern, Lehrenden und Ehemaligen.
Aus den geführten Interview wurde ein standardisierter Fragebogen entwickelt, der im Frühjahr 2017 erstmals  von 774 Eltern, 2140 Schülerinnen und Schülern sowie 365 Lehrenden ausgefüllt wurde. Grundlegende Frage war: „Wie steht es um die Schulqualität?  Wie sehen Eltern, Schüler und Lehrende das pädagogische Profil eingelöst? Und: Wie gelingen religiöse Erziehung und Persönlichkeitsbildung?“

Das Ergebnis ist überaus positiv ausgefallen:
– 96 % der Eltern gaben an, mit der Qualität der Schulbildung überwiegend (23 %) oder vollständig (73 %) zufrieden zu sein.
– 89 % der Schülerinnen und Schüler sahen das genauso.
– Die Lehrenden waren ebenso zufrieden.

 

 

Bemerkenswert ist neben diesen positiven Ergebnissen ein weiterer Aspekt: Die hohe Zufriedenheit aller Befragten zeigte sich an allen Standorten und war einheitlich. Offenbar, so die erfreuliche Folgerung daraus, prägt das gemeinsame Schulprofil die Schulen in der Wirksamkeit ihrer Pädagogik.

Die Studie ist der Beginn eines Prozesses

Die Ergebnisse sind nicht dazu gedacht, dass sich die Schulen darauf ausruhen, im Gegenteil: Künftig geht es darum, aus der Studie klare Handlungsfelder zu entwickeln, die eigene Arbeit weiter zu reflektieren und zu verbessern. So schneiden die Schulen schon jetzt in den Bereichen Charakterbildung und Bildung sozialer Kompetenzen sehr gut ab; dagegen sehen die Verantwortlichen notwendige Veränderungen z.B. im Bereich religiöse Bildung. Denn katholische Schulen sind unter anderem wichtig für die Identität vieler Christen und ihre Beziehung zur Kirche. Hier wird das ZIP unterstützend wirken.

Regelmäßige Evaluationen sollen auch  weiterhin die Qualität an den Schulen sichern. So bleiben sie selbst „Lernende“ sein und können den jungen Menschen ein Vorbild sein, das ermutigt, Gewohntes zu hinterfragen, Freude an kritischer Reflexion zu entwickeln und persönliche und bürgerliche Tugenden einzuüben.

Bei der Studie „Sharing the vision“ geht es somit nicht ausschließlich um die Vermittlung von messbaren Lernkompetenzen, sondern um grundlegende Werte und Haltungen. Denn Auftrag von Schulen ist heute mehr denn je die Persönlichkeitsbildung, die gerade im digitalen Kulturwandel immer wichtiger werden wird.

Ignatianische Schulen wollen ihren Schülern eine Grundorientieren vermitteln, damit sie Stellung zu weltanschaulichen Fragen und Gerechtigkeitsfragen und Verantwortung übernehmen können. Damit sind sie gestärkt  – unter anderem für die Herausforderungen der digitalen Zukunft. Auch bei diesem gesellschaftlich wichtigen Thema ist das ZIP starker Partner der Schulen.

Auch das Projekt „HumanismusPlus“ leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Mehr dazu lesen Sie hier auf der Homepage.

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