Pädagogischer Tag im Kolleg St. Blasien

Digitalisierung im Alltag von Internat und Schule

Das Kolleg St. Blasien ist eine von derzeit fünf Schulen, die zusammen mit dem Zentrum für ignatianische Pädagogik (ZIP) das Projekt „Digital Leadership Education“ (DLE) umsetzt. Ziel dieses Projektes ist es, die Herausforderungen der Digitalisierung aufzugreifen und gleichzeitig – in der Tradition ignatianischer Pädagogik – Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Das Kolleg St. Blasien legt den Schwerpunkt dabei auf den sogenannten „Flipped Classroom“.

Anfang November hat sich das Kollegium der Schule zu einem Pädagogischen Tag mit dem Thema „Digitalisierung im Alltag von Internat und Schule“ getroffen. Lehrer- und Internatspädagogen setzten sich mit dem digitalen Selbstverständnis im pädagogischen Handeln und dem Einsatz von digitalen Medien im Unterricht auseinander. Kai Stenull vom Zentrum für Ignatianische Pädagogik in Ludwigshafen und Professor Stefan Aufenanger von der Universität Mainz gaben in Impulsvorträgen einen Überblick über den Stand im Projekt „Digital Leadership Education“ in Jesuitenschulen sowie die Einflüsse der Digitalisierung.

„Flipped Classroom“ im Projekt Digital Leadership Education

„Das Projekt gliedert sich in drei Bereiche“, erläutert Kai Stenull. Im ersten Teilprojekt geht es um den Einsatz von Lerntools und Reflexionsebenen, im zweiten um Künstliche Intelligenz und Robotik. Als dritten Bereich nennt er das vernetzte Gestalten von Unterrichtssituationen. Vier Lehrerinnen und Lehrer des Kollegs St. Blasien arbeiten in diesem Bereich mit. Im dritten Teilprojekt wird thematisiert, wie sich Digitalisierung methodisch auswirkt. Ein Beispiel ist die Unterrichtsmethode „Flipped Classroom“. Beim Pädagogischen Tag stellte Kollegslehrer Andreas Schmieg diese Methode in einem Workshop vor. Dabei wird die Lernsequenz vor die eigentliche Unterrichtszeit verlagert, indem Schülerinnen und Schüler Lernvideos oder andere digitale Materialien schauen und im eigenen Tempo bearbeiten. Die Lehrer erstellen die kurzen Erklärfilme teilweise selbst oder greifen auf ausgesuchtes Videomaterial zurück. Der Vorteil: Die Schülerinnen und Schüler können sich die digitalen Materialien immer wieder anschauen. Im eigentlichen Unterricht bleibt dann mehr Zeit für Üben und die Lehrkraft übernimmt verstärkt die Rolle eines Coaches. Sie kann gezielt auf Fragen eingehen.

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